Niederländische Verbrauchersendung warnt vor Quishing

Die niederländische Verbrauchersendung „MAX vakantieman" (Omroep MAX) hat am 20. Juli 2026 vor gefälschten QR-Codes an Parkautomaten gewarnt. In der Sendung sprach der Investigativjournalist Alberto Stegeman über Betrugsmaschen, von denen Reisende im Ausland betroffen sind. Gefälschte QR-Codes nannte er als eine von drei verbreiteten Methoden.

Stegeman sagte, sobald man den Code scanne, werde man zur Eingabe persönlicher Daten aufgefordert, oft einschließlich des Passworts. Die Sendung warnte zudem vor gefälschten WLAN-Netzen, etwa unter dem Namen „Fee Wifi Airport" statt „Free Wifi", sowie vor gefälschten Mautrechnungen aus Frankreich, wo physische Mautstationen schrittweise abgebaut werden.

Warnung erreicht ein breites Publikum

Mit dem Beitrag im öffentlich-rechtlichen Fernsehen erreicht das Thema ein breites Publikum. Die Masche beschränkt sich nach Angaben von Polizei und Gemeinden zudem nicht auf Urlaubsorte: Auch in den Niederlanden und Belgien wurden zuletzt mehrere Fälle gemeldet.

Vier dokumentierte Fälle in den Niederlanden und Belgien

In den Niederlanden und Belgien sind aus den vergangenen Wochen vier Vorfälle mit gefälschten QR-Codes dokumentiert. Grundlage sind Mitteilungen von Gemeinden und Polizei sowie Medienberichte:

OrtDatumWas passiert ist
Den Haag (Scheveningen)15.06.2026Die Gemeinde warnte vor Aufklebern an Parkautomaten; nach eigenen Angaben setzt sie dort keine QR-Codes ein
Ieper (BE)24.06.2026Eine gefälschte Seite verlangte zehn Euro für ein Parkticket; ein Parkwächter entfernte die Aufkleber
Oostende (BE)24.06.2026Vergleichbarer Fall an einem einzelnen Parkscheinautomaten
Noord-Limburg (BE)19.05.2026Sechs Gemeinden betroffen; gefälschte Codes an Parkautomaten, auf Gastronomie-Terrassen und Plakaten

Den Haag: Gemeinde nutzt keine QR-Codes an Parkautomaten

Nach Angaben der Gemeinde Den Haag kommen beim Parken in der Stadt keine QR-Codes zum Einsatz. Bezahlt werde ausschließlich direkt am Automaten, per Karte oder kontaktlos. Jeder dort angebrachte QR-Code sei damit eine Fälschung. Die Gemeinde rät, solche Codes nicht zu scannen und Funde zu melden.

Ob ein örtlicher Betreiber QR-Codes einsetzt, lässt sich bei der jeweiligen Kommune erfragen. Wo keine QR-Codes verwendet werden, sind angebrachte Codes nach Einschätzung der Behörden grundsätzlich als Fälschung zu werten.

Gefälschte Codes auch auf Terrassen und Plakaten

Wie VRT NWS berichtete, warnte die Politiezone Noord-Limburg im Mai sechs Gemeinden zugleich – Pelt, Hamont-Achel, Hechtel-Eksel, Leopoldsburg, Lommel und Peer. Nach Angaben der Polizei tauchten gefälschte QR-Codes dort nicht nur an Parkautomaten auf, sondern auch auf Terrassen in der Gastronomie und auf Plakaten.

QR-Codes auf Restauranttischen, etwa für digitale Speisekarten, lassen sich nach Angaben der Polizei ebenso überkleben wie Codes an Parkautomaten. Sie werden im Alltag jedoch seltener überprüft.

Ähnliche Fälle zuvor in Deutschland gemeldet

Die Fälle in Ieper und Den Haag folgen demselben Muster wie Vorfälle, die zuvor aus Dorsten und Frankfurt gemeldet worden waren: überklebte QR-Codes an Parkautomaten, eine nachgebaute Bezahlseite, abgegriffene Kartendaten.

In Deutschland, den Niederlanden und Belgien sind damit 36 Vorfälle mit gefälschten QR-Codes dokumentiert, jeweils mit Ort, Datum und Vorgehen. Die Fälle betreffen überwiegend Parkautomaten; zuletzt kamen Gastronomieterrassen und Plakatflächen hinzu.

Empfohlene Vorsichtsmaßnahmen

  • Tasten Sie den Code ab – ein Aufkleber hat eine fühlbare Kante.
  • Klären Sie, ob Ihre Stadt überhaupt QR-Codes zum Parken nutzt. Oft lautet die Antwort: nein.
  • Nutzen Sie die offizielle App aus dem App Store statt des Codes am Automaten.
  • Verkürzte oder ungewöhnliche URLs ignorieren – die belgische Polizei nennt das ausdrücklich als Warnzeichen.
  • Wenn Sie einen Code bereits gescannt und Daten eingegeben haben, sperren Sie Ihre Karte umgehend und erstatten Sie Anzeige.

Die Quishing-Karte deckt jetzt drei Länder ab

36 dokumentierte Vorfälle in Deutschland, den Niederlanden und Belgien – mit Ort, Datum, Masche und Quelle. Jeder Eintrag ist an eine überprüfbare Berichterstattung von Polizei, Kommune oder Presse geknüpft.

Für Fälle, in denen ein QR-Code gescannt werden muss, prüft QRTrust die Zieladresse vor dem Öffnen gegen mehrere Phishing-Datenbanken und KI-Modelle.

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Über QRTrust

QRTrust ist die erste deutsche QR-Code-Sicherheitsplattform, entwickelt in Dortmund. KI-gestützte Echtzeit-Erkennung, eine lokale Bedrohungsdatenbank und mehrstufige Sicherheitsprüfungen schützen Bürger, Behörden und Unternehmen vor Quishing-Angriffen. DSGVO-konform, gehostet in Deutschland.