Kaspersky meldet Anstieg um 430 Prozent in drei Monaten
Laut Kaspersky stieg die Anzahl schädlicher QR-Codes in E-Mails von August bis November 2025 von 46.969 auf 249.723 entdeckte Fälle – ein Anstieg um mehr als das Fünffache.
Kaspersky-Studie dokumentiert Zunahme von QR-Code-Phishing
Das russische Cybersicherheitsunternehmen Kaspersky hat in einer aktuellen Studie eine Zunahme von QR-Code-Phishing, dem sogenannten Quishing, dokumentiert. Nach Angaben des Unternehmens stieg die Zahl schädlicher QR-Codes in E-Mails zwischen August und November 2025 um mehr als 430 Prozent.
„Schädliche QR-Codes haben sich 2025 zu einem besonders effektiven Phishing-Instrument entwickelt", sagte Roman Dedenok, Anti-Spam-Experte bei Kaspersky. Als einen Grund nannte das Unternehmen den vergleichsweise geringen Schutz mobiler Geräte.
Häufige Angriffsmuster laut der Studie
Nach Angaben von Kaspersky verfeinern die Täter ihre Vorgehensweisen fortlaufend. Die Studie nennt drei häufige Angriffsmuster:
Gefälschte Login-Seiten
QR-Codes führen laut der Studie zu nachgebauten Microsoft-Login-Seiten oder internen Unternehmensportalen.
Vorgetäuschte HR-Mitteilungen
E-Mails über Urlaubspläne, Entlassungen oder Gehaltsänderungen mit QR-Codes, die zu Phishing-Seiten führen.
Scheinrechnungen + Vishing
Gefälschte Rechnungen mit QR-Codes, kombiniert mit telefonischen Kontaktversuchen (Voice Phishing).
QR-Codes zunehmend in PDF-Anhängen eingebettet
Laut der Studie betten die Täter schädliche QR-Codes zunehmend in PDF-Anhänge ein. Diese Vorgehensweise hat nach Einschätzung von Kaspersky zwei Vorteile für die Angreifer:
- Professioneller Eindruck: PDF-Dokumente erwecken den Eindruck geschäftlicher Korrespondenz und erhöhen das Vertrauen des Empfängers.
- Umgehung von Sicherheitsfiltern: Viele E-Mail-Sicherheitssysteme können QR-Codes in PDF-Dokumenten nicht analysieren – die bösartigen Links bleiben unentdeckt.
Mobile Geräte im Fokus der Angreifer
Ziel der Angriffe sind nach Angaben von Kaspersky vor allem mobile Geräte. Smartphones seien in der Regel schwächer geschützt als Unternehmensrechner.
Die Schwachstellen mobiler Geräte:
Empfehlungen von Kaspersky
- Anhänge prüfen: Öffnen Sie keine PDF-Anhänge von unbekannten Absendern – besonders nicht, wenn sie QR-Codes enthalten.
- URLs kontrollieren: Prüfen Sie nach dem Scannen die URL auf Schreibfehler oder verdächtige Domains, bevor Sie die Seite besuchen.
- Multi-Faktor-Authentifizierung: Aktivieren Sie MFA für alle wichtigen Konten – selbst wenn Login-Daten gestohlen werden, bietet dies zusätzlichen Schutz.
- Sicherheitslösungen: Nutzen Sie umfassende Sicherheitslösungen, die auch QR-Codes auf Phishing prüfen können.
QR-Code-Prüfung mit QRTrust
Viele E-Mail-Filter erkennen QR-Codes in PDF-Anhängen nicht. QRTrust prüft die Ziel-URL eines QR-Codes vor dem Öffnen gegen mehrere Datenbanken und zeigt das Ergebnis der Prüfung an.
So schützt QRTrust vor Quishing:
- Abgleich der Ziel-URL mit PhishTank, Google Safe Browsing und einer eigenen KI-Analyse
- Warnung in Echtzeit, bevor die Ziel-URL geöffnet wird
- Redirect-Verfolgung: Erkennt versteckte Weiterleitungen auf Phishing-Seiten
- DSGVO-konform – Datenverarbeitung ausschließlich in Deutschland
Einordnung: Verfünffachung binnen drei Monaten
Nach Angaben von Kaspersky hat sich die Zahl schädlicher QR-Codes in E-Mails binnen drei Monaten mehr als verfünffacht. Das Unternehmen führt die Entwicklung auf die Einbettung in PDF-Anhänge, die Ausrichtung auf mobile Geräte und zunehmend gezielte Angriffsmethoden zurück.
Kaspersky rät, QR-Codes aus E-Mails und PDF-Anhängen vor dem Öffnen zu prüfen und die Ziel-URL zu kontrollieren.
Quellen
- datensicherheit.de: „Quishing: Kaspersky meldet signifikante Zunahme des QR-Code-Phishings"
- Kaspersky Security Report 2025
Über QRTrust
QRTrust ist die erste deutsche QR-Code-Sicherheitsplattform, entwickelt in Dortmund. KI-gestützte Echtzeit-Erkennung, eine lokale Bedrohungsdatenbank und mehrstufige Sicherheitsprüfungen schützen Bürger, Behörden und Unternehmen vor Quishing-Angriffen. DSGVO-konform, gehostet in Deutschland.
